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Sie nähern ſich, er athmet noch; mit roher Kunſt ſucht ihre Liebe das Blut ſeiner vielen Wunden zu ſtillen, und einige von den Soldaten, geheime Chri⸗ ſten, beſchließen, ihn an das beſte Ort, das ſie für die⸗ ſen Fall kennen, zu bringen, in das Witwenhaus der Chriſten, die ſich in der Nähe der Stadt mit Werken der Wohlthätigkeit beſchäftigen, und bey denen in dieſen Tagen ſchon mancher Unglückliche Schutz ge⸗ 5 funden hat. Die Wachen am Thore laſſen ſie ziehen da ſie ihr Vorhaben hören; und nun eilt der Selave
zurück, mir die Unglücksbothſchaft zu bringen. Nir
öffnet mein Nahme die geſchloſſenen Stadtthore; ich . fliege zu meinem Freunde. Bleich, ohne Bewegung,
ohne Bewußtſeyn finde ich ihn unter den Händen zweyer Frauen, von denen die jüngere, in Thränen zerfließend, kaum ſo viel Beſonnenheit übrig hatte, um den Verwundeten zu behandeln. Nie ſah ich eine ſolche Rührung bey einer Unbekannten. Ich trat zu Agathokles, ich faßte ſeine Hand, ich nannte ſeinen Nahmenz endlich ſchlug er das milde Auge auf, blick⸗ te ſtarr um ſich her, ohne etwas zu erkennen, und ſchloß
es ſogleich wieder. Jetzt ſchien die Vewegung der Fremden ſich noch zu vermehrenz ſie zitterte ſo ſtark, daß ich ihr rieth, ſich lieber zu entfernen, wenn ihr der 3
3 Anblick vielleicht zu ſchauderhaft wäre. Sie ſah mich wild an. Um keinen Preis der Welt, nicht um meine


