Teil eines Werkes 
2. Theil (1828)
Entstehung
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235 und ſchleppen das Weib bey den Haaren zum Altar. Da übermannt ihn der Jornz er entreißt dem Sol⸗ daten das Kind, gibt es der Mutter, und vertheidigt

ſie und den Kleinen gegen das Andringen der Wü⸗ S

thenden. Aber die Menge wächſt jeden Augenblick. Von der Frau und dem Kinde weg, wendet ſich ihre Raſerey auf den neuen Gegenſtand. Mit Spießen, Schwertern, und allerley Geräthe, womit Zufall und blinder Zorn den Unverſtand bewaffnet, dringen ſie auf ihn ein. Er übergibt die Unglücklichen, deren Rettung ihm vielleicht ſein Leben koſten wird, dem Sclaven, der ihn begleitet. Dieſer will ſeinen Herrn nicht verlaſſen; ein ſtrenger Befehl gebeut Gehor⸗ ſam, und man läßt ihn mit ſeinen Geretteten unge⸗ hindert fliehen. Aber Agathokles wird das Opfer ih⸗ rer Wuth. Schwer und vielfach verwundet ſinkt er nieder; und wie ſein Mantel ſich auseinander ſchlägt, erkennen die Nächſten mit Schrecken, daß ſie einen Officier der Leibwache getödtet haben. Sie entflie⸗ hen; der erſchrockene Haufe zerſtreut ſich, Agatho⸗ kles bleibt allein im Blute ſchwimmend liegen. Der

Sclave war ſogleich in das Quartier ſeines Herrn

geeilt, und verkündete den treuen Soldaten die Ge⸗ fahr ihres Anführers. Sie ſtürmen hinaus; aber wie ſie auf den Platz kommen, iſt alles einſam, und mit Schrecken und Schmerz finden ſie ſeine Leiche.

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