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die Kirchen ſelbſt mit wilder Wuth zerſtört, und der Erde gleich gemacht. Schrecken und Betäubung wa⸗ ren die erſten Wirkungen dieſes unerwarteten Vor⸗ falls auf die ohnedieß gebeugten Chriſten. Nach und nach ermannten ſich einige, die in unüberlegtem Eifer für ihr Heiligſtes ſich der übermacht zu widerſetzen, oder auf den Trümmern ihrer Kirchen zu ſterben be⸗ 1 ſchloſſen. Ein ſolcher Auftrittzog mehrere ähnliche nach ſich. In wenig Stunden war die ganze Stadt in aufrühriſcher Bewegung. Aufallen Straßen, bey allen Tempeln ſtellte ſich im Kleinen das Bild des großen Kampfs des Polytheismus mit dem Chriſten⸗ thume dar, überall ſah man Mißhandlungen, Ver⸗ wundete, Todte. Die Vernünftigern hielten ſich in 3 ihren Häuſern verſchloſſen; ſelbſt die Beſſern unter den Heiden ſah man keinen Theil an den wilden Aus⸗ brüchen ihrer Parthey nehmen, nur Pöbel wüthete gegen Pöbel, aber um ſo empörender und frecher.
. Die Erſten von uns erwarteten jeden Augenblick den Befehl, ſich vor Gericht zu ſtellen. Ich war ind bin noch auf jeden Fall bereitet. Es iſt mehr als wahr⸗ ſcheinlich, daß Galerius nicht bloß die Ausrottuſg ei⸗ ner verhaßten Glaubensform, daß er den Sturmeh⸗ rerer Gefürchteten zur Abſicht bey dieſen Maßeegeln hatte, deren Gewaltſamkeit das deutliche Gpräge ſeines wilden Gemüths trägt.


