Teil eines Werkes 
2. Theil (1828)
Entstehung
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in das Haus des Lyſias? Der feile Marcius kommt täglich hin; er ſpielt öffentlich ihren Freywerber, er will ſie heirathen, und ſie— ſie begegnet ihm freundlich. Iſt das auch wahr? Kann man Gerüch⸗ ten trauen? Marcius Alpinus muß Lariſſen per⸗ ſönlich kennen, und ſie ihn. Gegen dieſen Mann könnte ſie ihr Daſeyn nicht verſchweigen, wenn ſie mit Theophanien eine Perſon wäre. Oder verbirgt ſie ſich bloß vor mir? Und iſt Marcius ihr Ver⸗ trauter, der einzige, der um ihr Schickſal wiſſen darf? O Phocion! Wie glühende Dolche kreuzen ſich dieſe Gedanken in meiner Seele. So viel iſt gewiß, entweder Theophania iſt nicht Lariſſa, oder wenn ſie es iſt, ſo trennen ein böſes Schickſal, und noch böſere Menſchen ſie auf ewig von mir, ſo iſt ſie nicht viel beſſer, als für mich verloren, für mich, dem ſie ſich ſo ängſtlich verbirgt. O kann ſie denn das Entzücken nicht denken, in das mich ihre Erſcheinung verſetzen würde2 Glaubt ſie nicht mehr an meine Treue, weil die ihrige erloſchen iſt? O beym Himmel! Wenn das wäre, dann müßte ich den für meinen Todfeind halten, der mir die Ge⸗ wißheit gäbe, daß ſie den Händen der Gothen ent⸗ gangen iſt, um das Weib jenes Marcius zu werden! Und wenn ſie nicht Lariſſa iſt? Wenn dieſe wirklich unter dem Hügel von Trachene begraben