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Abſicht verſtellt ſeyen. Ich äußerte meine Vermu⸗ thungen nicht; aber ich eilte zum Präfect der Leib⸗ wache, und bath ihn um Urlaub auf acht Tage⸗ ch wollte nach Nicäa, in's Haus des Lyſias; ich wollte mich ſelbſt überzeugen, wer dieſe Theopha⸗ nia ſey. Der Präfect ſchlug meine Bitte geradezu ab, und gleich als ob er fürchtete, ich möchte ohne ſeine Erlaubniß dennoch fortreiſen, trug er mir die Wache im kaiſerlichen Pallaſte auf. Ich knirſchte vor Zorn; aber ich mußte gehorchen. Mein ver⸗ trauteſter Selave wurde nach Nicäa an einen alten Bekannten unſeres Hauſes geſandt, um ſich nach den Fremden zu erkundigen. Nach ſechs langen Ta⸗ gen kam er geſtern zurück. Seine Nachrichten löſe⸗ ten keinen meiner Zweifel, ſie dienten nur, ſie noch mehr zu verwirren. Theophania galt auch hier für die Witwe eines Byzantiniſchen Kaufmanns; aber der Greis, der ſie begleitet hatte, war nicht ihr Vater, es war ein chriſtlicher Prieſter, ein Bru⸗ der des Senators Lyſtas, derſelbe, der vor mehr als einem Jahre als Glaubenslehrer zu den Go⸗ then gereiſet war. Zu den Gothen! Und von da⸗ her war er jetzt mit dieſer Fremden gekommen! Hat er ſie dort gefunden? War ſie aus Byzanz? Warum nannte ſie ihn auf der Reiſe ihren Vater2 Wie kam er dazu, ſie zu begleiten? Wie kam ſie


