Teil eines Werkes 
1. Theil (1828)
Entstehung
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mmer fühlen, wie es iſt, und wie es ſeyn könnte.

Mein Mann hat einen Briefwechſel mit Aga⸗ thokles verabredet. Er iſt zu bequem zum Schrei⸗ ben; ſo hat er mir dieſen Auftrag gegeben. Ich ſoll an Agathokles ſchreiben! Ich! Und wie? So wie Demetrius ſchreiben würde? Das iſt unmöglich. So wie mein Herz es eingibt? Das darf ich nicht. Ich zittere vor dem neuen Sturm, den meine Wei⸗ gerung erregen wird. Ja, du haſt recht, Junia!

Ich war zu ſchwach, als ich meine Hand in dieſe

Ketten fügte, aber jetzt iſt nichts mehr zu thun. Agathokles hat mir in den letzten Tagen Eini⸗ ges von Calpurnien erzählt vielleicht nicht ganz ohne Veranlaſſung von meiner Seite. Ach! Wie er mir das erzählte, und wie er überhaupt die letz⸗ ten zwey Tage ſich betrug, das hätte jeden Fun⸗ ken von Verdacht auslöſchen, und das argwöhni⸗ ſcheſte Gemüth entwaffnen müſſen! Ja, ich bin ge⸗ liebt! Aber ſtill, ſtill! Nichts mehr von jenen Tagen des Himmels, hier in dem Aufenthalte der büßenden Geiſter! Wenn die ſchöne Calpurnia nach Nikomedien kommen ſoll ſo ſo will ich mich bemühen, mich darüber zu freuen. O möchte ſie meinen Freund glücklich machen! Mich betrachte ich als eine ſchon Verſtorbene, und im Grabe hören