Teil eines Werkes 
1. Theil (1828)
Entstehung
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* fragen, niemand darum wiſſen, daß einſt eine un⸗ glückliche Lariſſa lebte. Ach, wenn ich nur ſagen könnte: Dazu war ich auf der Welt! Aber ich weiß ganz und gar kei⸗ nen Zweck, warum ich geboren ward, als, einſt die Wärterinn eines kränklichen, gebeugten Grei⸗ ſes zu werden, der meine Dienſte noch meiſt ver⸗ kennt, und faſt immer ungütig aufnimmt. Dazu ward mir dieß heiße Herz? Dazu führten alle mei⸗ ne verworrenen Schickſale? Ach, Junia! Wie viel Ergebung und Geduld brauchte ich nicht jetzt, um mich vom Murren zu enthalten! Agathokles iſt fern. Ich werde ihn nie wieder ſehen. Das wußte ich, als ich mich von ihm in Ri⸗ ſibis trennte. Nie wieder ſehen! Nie! Demetrius und Agathokles! Trachene und Riſibis! Laß mich einen Vorhang über meine Geſchichte ziehen, die Aſche nicht aufrühren, die über der ſchlecht ge⸗ dämpften Gluth meines Herzens liegt! Ich ſoll, ich muß ja vergeſſen! O wenn es einen Lethe gä⸗ be, und mir ein mitleidiger Engel eine Schale da⸗ von bringen möchte! Ich will ja leiden, tragen, und alle Geduld mit Unglücklichen haben, die in ihrem Kummer andere nicht ſchonen. Aber an das, was war, muß ich nicht immer erinnert werden,