Teil eines Werkes 
1. Theil (1828)
Entstehung
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te Dunkelheit ſich ergießen. In mir ward es licht.

Ich wußte, was ich wollte, was mir ſo lange ge⸗

fehlt hatte, wozu ich eigentlich auf der Welt war.

Dieſe Leidenſchaft hat das Räthſel meines bis da⸗

hin zweckloſen Daſeyns gelöſet, und was hindert mich, mit ſfrommem Glauben der Meinung des

göttlichen Plato beyzupflichten, und überzeugt zu

ſeyn, daß ich jetzt die zweyte Hälfte meines Ichs

gefunden habe? Was thut's zur Sache, daß Tiri⸗ dates an den Ufern des Araes und ich in Rom geboren wurde? Die Seelen, die ſich vor ihrer Herabkunft auf die Erde kannten und Riebten, ha⸗

ben ſich wieder gefunden, und nichts als der Tod

kann ſie ſcheiden.

In dieſer unumſtößlichen überzeugung wird und kann mich nichts irre machen, und nichts be⸗ wegen, auch nur um einen Grad kälter oder be⸗ ſonnener, wie Du es nennſt, zu handeln. Tirida⸗ tes oder den Tod! Es gibt kein Glück, kein Leben, keine Tugend ohne ihn. Mag die Welt ſagen, was ſie will; mag Serranus durch Argwohn oder Ver⸗ rath mein Geheimniß entdecken, mögen er und

mein Vater dann über mich verhängen, was ſie

wollen es gilt mir gleich. Achtet der Taucher, der ſich in's Ne um eine köſtliche Perle

zu hohlen achtet er der Wogen, die über ihn