Teil eines Werkes 
1. Theil (1828)
Entstehung
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zu verſchließen? Tiridates iſt liebenswürdig, ta⸗ pfer, edel; ſeine königliche Abkunft, ſein und ſei⸗ ner Familie Unglück machen ihn anziehend, und ich begreife wohl, daß er einem feinfühlenden Wei⸗ be, beſonders einem, das, leider! in ſeinem Hauſe nichts ſolches aufzuweiſen hat, gefährlich werden 5 kann; ich begreife, daß Du ihn liebſt; und daß er Dich, die ſchöne geiſtreiche Frau, dafür anbe⸗ thet, iſt nicht mehr als ſeine Schuldigkeit. Aber muß man darum ſo halsbrechende Dinge wagen? Du konnteſt ja den Armeniſchen Prinzen täglich in Deinem Hauſe ſehen. Dein Mann, ich weiß es, ſchätzt ſichs zur Ehre, den Liebung des Cäſfar Ga⸗ lerius ²*) ſeinen Freund nennen zu können. Er prahlt damit, er gibt ſich das Anſehen, die Abſich⸗ ten des Prinzen durch ſich und ſeine Freunde anden Höfen von Mayland und Nikodemien zu unterſtü⸗ tzen, und wenn einſt Tiridates den Thron ſeiner Väter beſteigt gib Acht! Dein Serranus läßt dann nicht undeutlich merken, daß ohne ihn das Alles wohl nicht geſchehen wäre. Was trieb Dich denn alſo fort? Was bewog Dich jetzt nach Bajä zu gehen, wo Dein Umgang mit Tiridates weit mehr auffallen muß, als in Rom, und Deine häusliche Nuhe, Deinen Ruf vor der Welt auf's Spiel zu ſetzen? Wenn Dein Mann, der, wie al⸗