Teil eines Werkes 
1. Theil (1828)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

12 und in der Ordnung. Aber daß Du auch mir ein

Geheimniß daraus machen willſt, das kann ich Dir nicht verzeihen. Ich darf ja nur Einen Nah⸗

men nennen, um Dein Get cht mit dem ſchönſten

Purpur. zu überziehen, und Dich, Falls Du den Brief in Gegenwart einer gewiſſen Perſon lieſeſt,

noch reizender zu machen. Aber da würde Dir ja ein Dienſt damit geſchehen, und das will ich in dieſem Augenblicke nicht. Es ſey Dir genug, zu wiſſen, daß ich von Allem unterrichtet bin, und Deine Zurückhaltung Dir nichts nützt. Wahrlich, Du machſt Deine Sachen ſchlau und gut. Unter dem Vorwandt des Sorgfalt für Deine Landwirth⸗ ſchaft erhältſt Du von Deinem Manne die Erlaub⸗ niß, und einen großen Dank oben drein, jetzt auf Deine Villa zu gehen, um den nachläßigen Ver⸗ walter zu überraſchen, und während der gute Ehemann in Rom die Emſigkeit ſeiner Frau nicht genug rühmen kann, hat ſie ſich nur Gelegenheit verſchafft, ihren Liebling ganz ungeſtört, und iuc Gefallen zu ſehen.

Doch Scherz bey Seite, liebe Freundinn! Zi⸗

Sache hat eine viel zu ernſte Seite, als daß ich länger in jenem Tone fortfähren könnte. Wie war es Dir möglich, dieſen Schritt zu wagen, und die Angen ganz vor den Folgen, die er haben muß⸗