Teil eines Werkes 
1. Theil (1828)
Entstehung
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ſung zu jenem geſchichtlichen Werke. In einer ſtilen Nacht nähmlich, wo er in Rom aufdem Hügel des Capitols Träumen und Betrachtun⸗ 2. gen über das Schickſal der weltbeherrſchenden

meine Unzufriedenheit mit des Verfaſſers Mei⸗

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Stadt nachhing, brachte ihn der Geſang der

Mönche in einer nahen Kloſterkirche auf den

Gedanken, den allmählichen Verfall und end⸗ lichen Untergang des Römiſchen Staates zu beſchreiben, die Urſachen desſelben aufzuſpüren⸗ zu verfolgen, zu entwickeln, und ſo ein leben⸗ diges Gemählde aufzuſtellen, von dem, was Rom zu den ſchönen Zeiten der Antonine war/ und was es nach und nach durch ſchwache Kai⸗ ſer, den lbermuth der Prätorianer, die Ein⸗ fälle der Barbaren und die Dazwiſchenkunft des Chriſtenthums wurde.

Dieſe Anecdote, und der Ideengang, den Verfaſſer bey dem Entwurf ſeiner Geſchich⸗

tte leitete, ſcheinen meiner Anſicht nicht zu wi⸗ derſprechen. Doch ohne mich länger bey den Grün⸗ den, die mich zu derſelben beſtimmten, aufzu⸗

halten, will ich bloß die Wirkung erzählen, die ſie auf mich machte. Dieſe Anſicht nähmlich und