— V1 nungen vom Chriſtenthum beſtimmten mich,
einen Roman zu dichten, der auf hiſtoriſchen Grund gebaut, aus den wirklichen Verhältniſ⸗
ſen der damahligen Römiſchen Welt genom⸗ men und jenen Sitten ſo viel als möglich ange⸗
paßt, zeigen ſollte, daß die Dazwiſchenkunft des Chriſtenthums eine Anſtalt der Vorſicht, zum Troſte und zur Beglückung der leidenden Menſchheit, von ſegenreichen Folgen für Cul⸗ tur und Menſchenwerth⸗ und endlich ſeine Ver⸗ breitung in der Natun, den Verhältniſſen, und dem Stande der damahligen Bildung oder Ver⸗ bildung des Menſchengeſchlechtes tief gegrün⸗ det, und nothwendig war.
Ein Jahr ungefähr, nachdem der Agatho⸗
kles gedruckt war, erſchien hier in Wien des
phantaſiereichen Chateaubriand's Werk: les Martyrs, ou le PTriomphe du Christianisme. Begierig ergriff ich es⸗ wie Alles, was aus der Feder dieſes trefflichen Dichters gefloſſen war, und fand, zu meinem Erſtaunen, aber auch zu meiner nicht geringen Freude, daß die⸗ ſelbe Anſicht, derſelbe Gegenſtand— vermuth⸗ lich auch ungefähr um dieſelbe Zeit, wenn man


