n Hof überſehen Fonnte. Wie ſie auf den Pof kam, flog die Thür des Speiſeſaals auß, ünd— er— er ſtürzte meiner Schweſter in die Arme. Mir verging Himmel und Erde bey dem Anblick dieſer Geſtalt! Ich hat⸗ te ihn beym erſten Blicke erkannt, ich wollte ihm entgegengehen; aber meine Füße trugen mich nicht, ich mußte mich an dem Tiſche, der neben mir ſtand halten. Jetzt ſah ich ihn zum Garten herein und gerade auf mich zu eilen, er flog mehr, als er ging; ich ſchwankte ein paar Schritte vorwärts, da ſank er mit dem Ausdrucke: Kannſt du mir vergeben, Leonore? zu meinen Füßen nieder. Ich konnte nicht reden, meine Sinne ſchwanden; ich ſank oh⸗ ne Bewußtſeyn an ſeine Bruſt. Als ich zu mir kam, fand ich mich auf dem Sopha in der Laube, meine Schweſter um mich beſchäftigt, und ihn zu meinen Füßen. Ich wollte ihn aufheben, aber ich mußte das Wort Verzeihung ausſprechen, ehe er aufſtand. Nun ſaſſen wir beyſammen, wir hielten uns umſchlungen, und hatten uns ſo viel zu ſa⸗ gen; aber keines vermochte ordentlich zu erzählen, und dennoch verſtanden wir uns.
So ging es uns die ganzen acht Tage. Ich habe ihm noch eine Menge Dinge nicht geſagt, von denen ich ſo gern geſprochen hätte; und doch


