Teil eines Werkes 
2. Theil (1828)
Entstehung
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ich ſprang wie ein Kind vhr und kaun 1 hat mir in den Zeiten Deiner B ebung ein Brief von Dir ſo viel Vergnügen gemacht. Ich bezwang mich aber doch ſo weit, daß ich nicht im erſten Tau⸗

mel zu Leonoren lief, wie mein Herz mich hieß,

ſondern daß ich mich zuerſt ein wenig faßte, und auf

die Art vorbereitete, wie ich ihr die Freudenboth⸗ ſchaft bringen wollte. Endlich ging ich zu ihr, den Brief in der Hand, und ließ ſie zuerſt nur die Schrift ſehen. Sie erkannte ſie ſogleich und ſprang auf, ihn zu erhaſchen; aber ich hielt ihn hoch em⸗ por, und neckte ſie ſcherzend eine Weile. Endlich ließ ich ſie theils durch die Frende, die aus meinen Blicken leuchtete, theils durch Fragen nach und nach den Inhalt errathen, und nun gab ich ihr den Brief. Ich glaubte ſie genugſam vorbereitet; aber ich hatte mich geirrt, ich hatte nicht auf die Em⸗ pfindlichkeit dieſer weichen und ſo lange gebeugten Seele gerechnet. Sie las las und redete nicht. Mir ſiel ein kleines Geſchäft im Zimmer vor⸗ und ich wandte mich von ihr weg. Ich erwartete, daß

ſie ſprechen würde; aber ſie ſprach nichts. Endlich drehte ich mich nach ihr. Da ſaß ſie bleich und bey⸗ nahe ohnmächtig in den Stuhl zurück geſunken. Der Brief lag auf ihrem Schooße. Ich redete ſie an; aber ſie antwortete mir nicht. Erſchrocken ging