5 ſie am Abende eben 3 gut hätte erfahren können. ₰ Der Empfang kühlte mich ein wenig ab; aber ich
bin deßgleichen ſchon von ihr gewohnt, und ließ es hingehen. Endlich kam ſie wieder, und nun ging's
* an ein Erzählen aller Neuigkeiten, Heirathen, To⸗ desfälle, Kindbetten u. ſ. w. in ihrer Bekanntſchaft und beynahe in der ganzen Stadt. Mit unter kam ſie auf eine Geſchichte, die zwiſchen der Valſin und Julianen vorgefallen, und die Veranlaſſung zu ei⸗ ner offenbaren Feindſchaft zwiſchen ihnen geweſen ſeyn ſoll. Es iſt eine lächerliche Geſchichte, die Ju⸗ lianen wenig Ehre macht, aber glücklicher Weiſe L ſettens Glück gründete, indem ihr Vater dadurch vermocht wurde, früher, als er ſelbſt wollte, in ih⸗ re Verbindung mit Seefeld zu willigen. Nachdem ich endlich die Läſterchronik der ganzen Stadt ange⸗ hört hatte, kam meine Schweſter auch auf meine Angelegenheiten, und redete ſo lange, ſo neugierig
liebt in meine Couſine, und meine unvermuthete Zurückkunft ſey eine Folge meiner großen Sehnſucht
daß ich nie einen ſolchen Gedanken gehabt hätte;
und es entſtand nun ein ziemlich lebhafter Wort⸗
wechſel darüber unter uns, beſonders da ſie mich Leon. II. Th. 18
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herum, bis ich deutlich ſah, ſie halte mich für ver⸗
nach Babetten. Ich verſicherte meine Schweſter, 3


