Teil eines Werkes 
2. Theil (1828)
Entstehung
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hören müßte, daß mein ie ganz fühle und bereit ſey, alles zu thun und zu leiden, um ihr Ge⸗ nugthuung zu geben. Jetzt löſts ſich die ſpröde Rin⸗ de, welche Liebe zu Leonoren, Unwillen über mich, und Weiblichkeit um das Herz des guten Mädchens gezogen hatten. Die unverſtellte Reue, mit der ich ſprach, die Thränen, die unwillkürlich meine Augen wellten, riſſen ſie hin, und die ihrigen fingen an eftig zu fließen. O lieber Blum! rief ſie aus: Gott⸗ ob, daß Sie ſo denken! Nun wird meine Leonore wieder glücklich werden! Ich darf es Ihnen ſagen, ſie liebt Sie; Blum! Sie hat nie aufgehört, Sie zu lieben, ſelbſt dann nicht, als ſie in Ihren und der ganzen Welt Augen für Wallners Geliebte und Braut galt. Ihr Abſchiedsbrief hatte ihr das Herz gebrochen; und ſeit jenem Augenblicke hat ihre Ge⸗ ſundheit, und ihre Heiterkeit immer mehr abgenom⸗ men, bis ſie endlich dahin gekommen iſt, daß ihre Freunde für ihr Leben zittern müßen. Hier verdop⸗ pelten ſich Liſettens Thränen. In dem Augenblicke trat Seefeld, Liſettens Bräutigam, ein. Er ſchien. erſtaunt und ſehr betroffen, ſeine Braut und einen jungen Mann, den er nicht ſogleich erkannte, Hand in Hand denn ich hielt die ihrigen, ſeit ſie ſprach und beyde in Thränen am Fenſter ſtehen zu ſe⸗