nicht meiner un eiſtens ſtille; denn überzeugen kann ic ſe ſo wenig, als ſie mich, und ich habe zu viel mit meinem rebelli⸗ ſchen Herzen zu thun, bis ich es wieder in die ſtille, geduldige Faſſung bringe, aus der mich der gelieb⸗ te, unſelige Brief riß, um mich mit Thereſen in den ſchmeichleriſchen, verführeriſchen Streit ein⸗ ulaſſen. O meine Liſette! Was wird noch aus mir werden, wenn nicht der Tod bald die ver⸗ ſchlungenen Knoten meines Schickſals löſet? Wenn er zurückkommt, bald, nächſtens vielleicht, wenn er wieder in** ſeyn wird, in der Nähe von ſo vielen lich enswürdigen Mädchen, durch keine äl⸗ tern Anſprüche geſtört, reich und unabhängig: was wird ihn hindern, Einer von ihnen ſeine Hand zu biethen? Sie wird ſie mit tauſend Freuden anneh⸗ men; ich werde in meiner abgeſchiedenen Einſamkeit die Nachricht hören, und ich werde für ihn bethen, daß er recht glücklich ſeyn möchte, ſo glücklich, als ich mich beſtrebt haben würde, ihn zu machen. Aber ich werde eben ſo inbrünſtig bethen, daß der freund⸗ liche Genius dann bald, recht bald die Fackel ſen⸗ ken möchte, die doch nur ein Leben voll Jammer beleuchtet. Leb wohl! Mein Herz iſt zu beklom⸗ men, ich kann nicht mehr ſchreiben.
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