Teil eines Werkes 
2. Theil (1828)
Entstehung
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glücklich zu werden? Iſt es irgend einem Men⸗ ſchen beſtimmt? Ich werde ruhig ſeyn; und das iſt ja das Loos der Menſchheit, der unauslöſchliche Stempel, den jedes irdiſche Geſchöpf, jedes Ver⸗ hältniß trägt. Mittelmäßigkeit iſt ihr allgemeiner Charakter, und jene Ideale von vollkommenem Glücke, oder überhaupt von Vollendung, leben nur in den ſchwärmeriſchen Herzen junger guter Menſchen, ehe ſie in die Welt treten, und ihr Ge⸗ ſchlecht und die Verhältniſſe kennen lernen. Ach mit welchen Hoffnungen und Erwartungen, trat nicht auch ich in die Welt! Wie leicht ſchien es mir, alle ihre Freuden mit den langgenährten Wünſchen meines Herzens zu vereinigen! Welcher lachenden Zukunft ſah ich entgegen! Noch iſt kein volles Jahr verfloſſen, ſeit ich den einſamen Schau⸗ platz meiner Jugendträume, meiner Mutter Haus, verlaſſen habe, und welche Erfahrungen habe ich gemacht! Wie bin ich von allen Seiten beraubt, arm, verlaſſen! Wie öde iſt alles um mich! O, wo ſind jene Bilder hin? Wohin iſt meiner erſten Jugend ſtilles Glück? Verſunken im Ocean des Weltlaufs, von kleinlichen Zufällen und Be⸗ gebenheiten, wie von tauſend Wellen, dahinge⸗ rafft, auf ewig verſchlungen! So ſtehe ich hier, und muß mit zwanzig Jahren wieder anfangen, 2*