Teil eines Werkes 
2. Theil (1828)
Entstehung
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es noch; denn noch ſind die Wunden nicht geheilt, welche die Kälte und Vernachläſſigung eines An⸗ dern meinem Herzen ſchlug. Es kann auch wohl ſeyn, daß Wallner keinen Angenblick beſſer iſt; es kann ſeyn, daß ihn jetzt Reuheit, äußerlicher Reiz, Ungewißheit und Schwierigkeit des Beſitzes an mich feſſeln, daß er, ſobald er meines Herzens, das er bis jetzt noch immer mit einem Andern theilen mußte, gewiß iſt, auch kalt werden, und mich vernachläſſigen wird. Das iſt alles nicht nur möglich, ſondern auch wahrſcheinlich. Bis jetzt aber habe ich noch nicht Eine Klage über ihn. Er hat mich dieſe Zeit her, wo mein Gemüth in ei⸗ ner ſo traurigen Verſtimmung war, mit ſo viel zarter Schonung, ſo viel freundſchaftlicher Theil⸗ nahme, mit folcher Vermeidung jedes Scheines von Zudringlichkeit behandelt, daß ich mich ihm hoch verpflichtet fühle, und er ſich unbeſtreitbare Anſprüche auf meine Achtung und Dankbarkeit erworben hat. Wenn einſt mein Herz ruhig genug ſeyn wird, um ſeinen Verdienſten volle Gerechtig⸗ keit widerfahren zu laſſen, und er dann meine Hand fordern wird, werde ich ſie ihm gewiß ge⸗ ben. Glücklich werde ich nicht mit ihm ſeyn; aber wäre ich es denn mit jenem Andern geworden? Iſt es mir überhaupt vom Himmel beſtimmt, je