Furcht vor der Zukunft, ganz wie ein Kind, nur den gegenwärtigen Augenblick, ich tanzte recht von
Herzen, und ſchwatzte und lachte mit fröhlichem
Sinne. Wallner kam. Sein Anblick weckte zuerſt die Erinnerung an meine Lage, und verſtimmte den reinen Einklang aller meiner Empfindungen, in dem mir erſt ſo wohl geweſen war. Noch mehr aber that mir der Ausdruck von Kummer weh, der
po ſichtlich auf ſeinem Geſicht und in ſeinem gan⸗
zen Weſen lag. Ach ich war ſo froh geweſen— und er, der mich ſo wahr, ſo treu liebte, litt ſo viel um mich und durch mich! Der Gedanke mach⸗ te mich unausſprechlich weich, und mein der Freu⸗ de und jedem beſſeren Gefühle geöffnetes Herz war ſehr geneigt, ihn durch ein recht freundliches Be⸗ tragen aufzuheitern, und die Fröhlichkeit, die in mir war, auch auf jedes andere Weſen, das mir lieb war, zu verbreiten. Aber er vermied mich auf⸗ fallend, er ſprach gar nicht mit mir⸗ und wenig mit andern, er tanzte keinen Schritt, bis endlich kurz vor dem Sonper die unſelige Quadrille be⸗ gann. Mein Herz ſchlug, als die Muſik die erſten Töne angab. Ach, Blum ſtand vor meinem Gei⸗ ſte; ich ſah ſeine zürnenden Blicke, ich hörte ſeine Vorwürfe, und ein weisſagender Schauer über⸗ lief mich! Aber ich rief meinen Eutſchluß vom vo⸗


