Teil eines Werkes 
1. Theil (1828)
Entstehung
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Bedienter; und brachte meiner Koſtfrau einen Brief von Herrn Blum. Sie öffnete, zog das Bil⸗ let heraus, las einen Zettel, der dabey lag, ſchüt⸗

telte mißmuthig den Kopf, und ſagte: Die Mühe hätte er ſich und mir erſparen können, wenn er kein Billet verlangt hätte. Und nun wandte ſie ſich an mich: Fräulein Brandner! Herr Blum kommt nicht zum Piquenique; er hat plötzlich wie⸗ der eine Reiſe zu machen. Hier iſt ſein Billet. Ich war wie vom Blitze getroffen, und nicht im Stan⸗ de, etwas zu antworten. Zu meinem Glücke wur⸗ de in dem Augenblicke ein intereſſantes, allgemei⸗ nes Geſpräch auf die Bahn gebracht, und ich blieb meinen Gedanken überlaſſen. Endlich ſtanden wir auf. Noch nie hatte mich ein Souper ſo lange gedünkt. Ich wollte geſchwind fortgehen, um auf mein Zimmer zu kommen; aber Frau von Schön⸗ dorf hielt mich zurück. Es war niemand mehr da, als Juliane und ich. Sie rief mich, und ſagte: Sagen Sie mir nur, Fräulein Leonore, was das für eine Geſchichte mit dem Billet iſt? Warum kommt Blum nicht zum Ball? Denn daß die Reiſe nur ein Vorwand iſt, läßt ſich mit Händen greifen. Ich war unausſprechlich beſchämtund ärgerlich über dieſe unbeſcheidene Frage, und ſagte mit einem Tone, der wohl meine Stimmung verrathen mochte, daß