laſſen. Indeſſen kam Liſette herbey gehüpft, um
mich zu der Quadrille⸗Probe abzuhohlen, die im
anſtoſſenden Zimmer gehalten werden ſollte. Eben
recht, ſagte ſie, indem ſie ſich zu Blum wandte: Mein Tänzer iſt noch nicht da. Wollen Sie wohl ſo gütig ſeyn, ſtatt ſeiner mit mir zu tanzen Blum wollte ſich ſehr artig entſchuldigen, daß er gar kei⸗ ne übung in den Franzöſiſchen Schritten habe; aber Liſette nahm keine Einwendung an; ſie verſprach ihm alle Schritte zu erlaſſen, er ſollte nur figuri⸗ ren. Er mußte gehorchen, und ihr folgen. Wir ſtellten uns an. Ich war wie im Feuer— Blum mir gegen über, ich an Wallners Hand, links die Val⸗ ſin, rechts die Heerborn, und mein Bewußtſeyn von ſeiner ſtrengen Denkungsart in Abſicht ſolcher Frauen! O meine Lage war höchſt unangenehm! Ich ſah die Blicke, die Blum auf ſeine Nachbarinn warf, ich ſah die durchdringenden Blitze, die er auf mich und meinen Tänzer ſchoß; ich tanzte kopflos, und fehlte alle Augenblicke. Wallner ſah mich ernſt und traurig an, leiſe Seufzer entſchlüpf⸗ ten ſeinen Lippen, aber keine Bewegung, kein Wort zeigte auch nur die geringſte Vertraulichkeit an. Er hätte mit der fremdeſten Perſon nicht zu⸗ rückhaltender umgehen können. Mein Herz dankte ihm innig für dieſe Delicateſſe. Jetzt kam die Reihe


