Teil eines Werkes 
1. Theil (1828)
Entstehung
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* 905. ſehen, und die Abweſenden haben immer Unrecht. Dieſe bittern Worte weckten auf einmahl alle ſchlummernden Erinnerungen an ſeine Kälte, und das Unrecht, das er gegen mich hatte, auf. Ba⸗ bette ſtand vor mir, der Brief fiel mir ein, und Julianens Worteer verläßt Sies hallten im Innerſten meiner Seele wieder. Ich antwortete etwas ziemlich Spöttiſches, deſſen ich mich nicht mehr erinnere. Nun war die Aſche, die die Gluth täuſchend verhüllt hatte, plötzlich weggeblaſen, und das Feuer des Unmuths und der Eiferſucht loderte in unſern beyden Herzen hoch auf. Blum antwor⸗ tete noch bitterer, und ſpielte auf die Scenen am Neujahrs⸗Abend an. Ich hätte meinem Stolz zu vergeben geglaubt, wenn ich ihm Vorwürfe hätte machen wollen. Mein Ton war alſo bloß kalt und ernſt; aber eben dieß ſchien ihn noch mehr zu rei⸗ zen. Jetzt kam Juliane mit Wallner wieder in's Geſellſchaftszimmer. Sie ging auf uns zu, bewill⸗ kommte Blum ſehr artig, aber mit ihrem gewöhn⸗ lichen Stolze, und fing ein Geſpräch über ſeine Reiſe und P'*g an. Sie fragte ihn, ob er ſeine Tante ſchon geſehen habe. Er verneinte es; er ſey erſt vor zwey Stunden gekommen. Sollte ich ihm glauben Mein Herz rief ſchüchtern Ja; aber mein Kopf wollte ſich dieſe überzeugung nicht aufdringen