Erinnerung an Blum, an ſeine Kälte, an ſeine Couſine, an den Brief, den er ihr, nicht mir geſchrieben hatte, mich tief kränkte. Aber auch für dieſen Schmerz fand mein Herz, das ſich ſo gern an ein liebendes Weſen anſchmiegt, dem jede Au⸗ ßerung von Theilnahme ſo wohl thut, eine Art von wehmüthigem Troſt in Wallners ungeheuchel⸗ ter, unverkennbarer Liebe. So kam der vierzehnte Jänner, der Tag vor dem Piquenique. Es war Abend, und die Geſellſchaft ſchon ziemlich zahlreich⸗ Ich machte an einem Seitentiſche den Thee, und Li⸗ ſette ſchenkte Kaffeh ein. Ein kleines Geräuſch mach⸗ te mich aufblicken. Ich ſah auf die offene Thür hin, und— denke Dir meinen Schrecken, meine über⸗ raſchung, und— ol ich ſchäme mich jetzt, es zu ſagen— meine unausſprechliche Freude! Ferdi⸗ nand trat ein. Er grüßte mich mit einem ſo ge⸗ miſchten Ausdruck in Blick und Mienen, daß ich ihn Dir nicht beſchreiben könnte. Meine Hände zitterten; ich war kaum fähig die Taſſen hinzuſtel⸗ len. Er ging zuerſt zur Frau von Schöndorf, und kam dann zu uns. Ich hatte noch nicht mit mir ei⸗ nig werden können, wie ich ihn empfangen ſollte; aber ich wollte kalt, trocken ſeyn. O Schweſter! Was ſind die Vorſätze eines liebenden Herzens! Er verbeugte ſich ohne zu reden, und ergriff meine
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