bald recht artige Vorſchläge; aber die Valſin und
Heerborn verwarfen das Meiſte, und es wurde ſo
viel geſcherzt und gelacht, daß ich in ziemlich gute Laune kam. Zuletzt hatte Jemand, ich weiß nicht
wer, den Einfall, daß jeder Tänzer ſeiner Tänze⸗
rinn einen Blumenſtrauß geben, und einen gleichen
tragen ſollte. Der Antrag wurde mit vielem Bey⸗ fall aufgenommenz; es blieb bey den Sträußern. Die drey Tage bis zu dem Piquenique, das vor⸗ geſtern gegeben wurde, vergingen mir unter ab⸗ wechſelnden Geſchäften, Sorgen und Gefühlen. Wir probirten die Quadrille, bereiteten unſere Anzüge, die ſehr artig waren, und hatten überhaupt viel zu thun. Dieſe Geſchäftigkeit zerſtreute meinen Geiſt einiger Maßen, und gab ſeiner Thätigkeit, die bis⸗ her nur immer auf zwey mir gleich peinliche Pune⸗ te, meine Verhältniſſe zu Blum und Wallnern, geheftet war, eine angenehme ableitende Richtung. Ich kann ſagen, daß ich manchen recht heiteren Au⸗ genblick, manche Zeit hatte, wo ich mich mitkindlichem Frohſinn auf das Piquenique freuen konnte. Es war ja der erſte große glänzende Ball, den ich bis⸗ her in meinem eingeſchränkten Leben geſehen hatte; und wie viel Genuß verſprach ich mir nicht davon! Freylich blieb dieſe Stimmung nicht immer herr⸗ ſchend; es kamen auch ſehr trübe Stunden, wo die


