Teil eines Werkes 
1. Theil (1828)
Entstehung
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pfe nie et hätte, ging ſie in alle meine Gefühle ein, und tröſtete mich wahrhaft freund⸗ ſchaftlich. Auch Wallner zeigte mir ſo viel beſorgte Zärtlichkeit, ſo viel Schonung meines Kummers,

daß mein Herz, dem liebevolle Behandlung von

jeher Bedürfniß war, ſich gerührt und erleichtert fühlte. Zehen Tage nach Blums Abreiſe, als ich eben ſehr bekümmert in meinem Zimmer ſaß, trat Juliane ein, und ſagte mit einer ſonderbaren Mie⸗ ne, die ich Dir nicht beſchreiben kann: Ich denke, es wird Sie intereſſiren, Nachrichten von Blum zu hören. Ich kann Ihnen mit Zuverläßigkeit ſa⸗ gen, daß er ſich wohl befindet, und daß ſein Bru⸗ der bereits außer aller Gefahr iſt. Vermuthlich wird er in einigen Tagen hier ſeyn. Sie war den Abend vorher bey Leſſert geweſen. Ich wußte das. Eine peinliche Ideenverbindung drang ſich gewalt⸗ ſam meiner Seele auf. Ich zitterte, und war kaum im Stande, mit erzwungener Faſſung zu ſagen: Haben Sie das geſtern bey Leſſert gehört? Sie be⸗ jahte es. Hat er an Babetten geſchrieben?Ich vermuthe; denn von ihr habe ich die Nachricht mit einer Menge kleiner Umſtände über des Bruders Krankheit. Ich ſchwieg. Liebes Lorchen! ſagte ſie, trat zu mir, und legte ihre Hand auf meine Schul⸗ ter: Sie kennen die Welt und die Männer nicht.

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