Teil eines Werkes 
1. Theil (1828)
Entstehung
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Fünf und zwanzigſter Brief.

Leonore von Brandner an Thereſe Friedberg.

***den 7. Jänner 1798 Nachts um Uhr.

E⸗ iſt Ein Uhr nach Mitternacht; um mich iſt al⸗ les ſtill und ruhig. Liſette und Juliane ſchlafen im Nebenzimmer. Ach, wer auch ſchlafen könnte! In meiner Bruſt iſt nur Aufruhr und Unruhe. D The⸗ reſe! Liebe Schweſter! Wo nehme ich Kraft her, die Gedanken, die ſich ſtürmiſch und eilig von al⸗ len Seiten herdrängen, zurück und in Ordnung zu halten, damit ich Dir ſchreiben kann, was vor⸗ gegangeniſt? Das Lvos über mein künftiges Schick⸗ ſal iſt geworfen. Ich ſtehe an der Schwelle einer mir noch unbekannten Zukunft, ich wage es nicht, den Blick vorwärts zu werfen; und hinter mir? O die Vergangenheit iſt ſo abgeſchnitten, ſo verloren nichts, nichts von Allem, was mich einſt glück⸗ lich machte nur eine wüſte Leere. Und was iſt's,

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