Teil eines Werkes 
3. Theil (1824)
Entstehung
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ſchablich ſelbſt, dem eigenen wie dem Wohle Ande⸗ rer. Alle die verſchiedenen philoſophi⸗ ſchen Syſteme, denen er angehangen hatte, ſchwebten an ihm voruͤber; er warf ſich vor, ſie misverſtanden, ſie entſtellt zu haben; er ſah jetzt, daß er ſtets nur das Laͤcherliche, den Mißbrauch, nie das Wahre davon erfaßt hatte und Zweifel und Angſt erfullten ſeine Seele. Corbins athei⸗ ſtiſche Freigeiſterei, des Prieſters fanatiſcher Zelotismus, hatten ihn vollends unfähig gemacht. Bebend vor der Vernichtung und bebend vor den mit Hoͤllenfarben gemaltem Jenſeits, wußte er nicht, was er glauben, was er verwerfen ſollte, und die Ewigkeit war ihm ſo ſchrecklich wie das Nichts.

Durch Zuruͤckfuͤhrung auf die Tage unſerer Jugend, durch Erinnerungen an manchen bedeu⸗ tenden Lebensvorfall, bei dem ſich die Hand einer gutigen Vorſicht ſo ſichtlich gezeigt hatte, ſuchte ich ſeinen Geiſt aufzurichten, zu erheben, zu trſten. Ich rief ihm die Lehren des ehrwuͤrdigen Thierry, des frommen Abbe' l'Omont in's Ge⸗ dächtniß zuruͤck, und genoß das Gluͤck den Muth