Teil eines Werkes 
3. Theil (1824)
Entstehung
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wieder zu kommen, der Eine ihn einen abergläu⸗

biſchen Thoren, der Andere ihn einen ruchloſen,

ſchon hier der Verdammniß verfallenen Ketzer nennend.

Mit Sorgfalt unterſuchte ich ſogleich den Zu⸗ ſtand des Kranken, ach! ich ſah nur zu bald, daß keine Rettung mehr moͤglich war; ihm die Schmerzen, welche er empfand, ein wenig zu erleichtern, das war alles was ich vermochte. Um aber etwas aus der nächſten Apotheke holen laſſen zu koͤnnen, mußte ich erſt ſeine Leute mit Scheltworten von ihrem Spiel aufjagen, um ihm beſſere Abwartung zu verſchaffen, die Wärterin bedrohen. Deſodry reichte mir ſeine brennende

Hand hin, ſein matter Blick druͤckte mir dabei

die Zufriedenheit aus, die er empfand, ſeinen Freund, ſeinen beſten, ſeinen einzigen Freund um

ſich zu ſehen. Bald begann er mir mit ſchwacher

Stimme den Zuſtand ſeines Innern zu offenba⸗ ren; wie erſchrack ich, als ich erſt die Qualen ſah, die ihn hier marterten. In ſeiner traurigen Verlaſſenheit hatte er einen Blick auf ſein Leben

hinter ſich geworfen, er fand es zerfahren, unnͤtz,

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