Teil eines Werkes 
2. Theil (1824)
Entstehung
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und nun in ihrem Alter eine furchtbare Schwaͤz⸗ zerin war, und die, nach dem eigenen Geſtaͤndniß der Tochter, ihren ſeligen Gatten bei Zeiten in's Grab geärgert hatte.

Gedrängt zwiſchen zwei Feuer, hatte ſomit der arme Derblay ſtets den Kuͤrzeren gezogen; ſeiner Gutmuͤthigkeit und Friedensliebe fiel es je⸗ doch nicht ſchwer, nachzugeben, nnd ſelbſt, um nur Ruhe im Hauſe zu haben, ſich fur ſchuldig zu bekennen. Ermudet aber mit jedem Tage mehr von den Capricen ſeiner Frau, klagt er einſt⸗ mals ſein häusliches Leiden einem Freunde, und dieſer iſt indiscret genug, die vertraulichen Mit⸗ theilungen des Kreuztraͤgers weiter zu verbreiten. Es kömmt zu Mad. Derbläy's Ohren, und ſie und ihre Rathgeber triumphiren; jetzt iſt ſchon

ein Scheingrund gewonnen; Verlaͤumdung, Be⸗ leidigung hinter dem Ruͤcken; ach, wenn man doch nun nur noch eine That hätte!

Ganz von Natur und ohne beſonderen Vor⸗ ſatz hatte Mad. Derblay zahlreiche Launen; man denke, wie viel ſie jetzt hatte, da ſie welche ha⸗ ben wollte. Die entſchloſſenſte Philoſophie, die

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