—
laſſen zu können, und unterſtützt von dem Rathe verſchmitzter Freunde, gelangte ſie bald dahin, welche zu finden, die wichtig genug ſchienen, auf die von ihr gewuͤnſchte Scheidung klagen zu können.
Leicht war es ihr, ihrem Manne Gelegenheit zur Eiferfucht zu geben; daraus entſtanden einige leichte Vorwürfe von feiner, und bittere Klagen von ihrer Seite. Stolz berief ſie ſich auf ihre Tugend, und höhniſch erklaͤrte ſie, ihr Benehmen nicht aͤndern zu wollen. Sie hielt Wort und neue Zwiſtigkeiten erfolgten, die zwar immer von dem nachgebenden Manne mit großer Scho⸗ nung gefuͤhrt, von ihr aber demohngeachtet ſtets auf's ſchwerſte aufgenommen wurden. In allen Geſellſchaften ward Herr Derblay nun als ein eiferſuͤchtiger Tuͤrke geſchildert, der ſeine lie⸗ benswuͤrdige Gattin unbeſchreiblich elend mache, und es lßt ſich denken, daß alle Verehrer von Madame— und wie viele hat eine ſo hůͤbſche Frau!— darin einſtimmten, Zum ueberfluß ſtand ihr auch noch eine Mutter als Auxiliar⸗ macht zur Seite, die in ihrer Jugend Coquette,


