Teil eines Werkes 
2. Theil (1824)
Entstehung
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Ich hatte mir einen brutalen, erziehungs⸗ loſen Menſchen gedacht, und ich fand einen ſich gut ausbrückenden, höflichen und bedachten, Mit einiger Bitterkeit ſagte er zwar, er habe in ſeinem Leben nur einen dummen Streich ge⸗ macht, den namlich, ſich zu verheirathen, aber ſelbſt dies milderte er ſogleich durch einen gumuͤ⸗ thigen Scherz, und ſo konnte ich denn durchaus nichts an ihm finden, was ihn der Vorwuͤrfe wuͤrbig zu machen ſchien, mit denen ſeine Gat⸗ tin, ihr Anwald und Deſodry ihn belegten. Dazu war ſein Aeußeres angenehm und er noch gar nicht veraltet. Ich geſtehe, daß mich dies alles befremdete, um ſo mehr, da er im Ge⸗ ſpraͤche ſelbſt die Vorzuͤge ſeiner Gattin aner⸗ kannte; ich kam jedoch bald von meinem Er⸗ ſtaunen, allein auf eine andere Art, wie ich erwar⸗ tet hatte, zuruͤck, als ich den ganzen Verlauf der Sache zwiſchen den Eheleuten erfuhr.

Mit Weisheit fordern die Geſetze wichtige Gruͤnde zu einer Trennung; Mad. Derblay wußte das, aber, getrieben von ihrem Hange zu glaͤnzen und unabhaͤngig ſich ihren Launen uͤber⸗