Teil eines Werkes 
2. Theil (1824)
Entstehung
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hatte ihn erfaßt.Wie weit bin ich in einem einzigen Tage geſchritten! ſagte er ſich ſelbſt. Ich habe unwuͤrdige Feſſeln abgeſtreift, und mein Herz der Geliebten entdeckt! Ihr, die ich an⸗ bete, die mir eine Schweſter ſeyn will! O, wenn ſie frei wäre, ſo theilte ſie vielleicht jetzt ſchon meine Gefuͤhle.

In's Kloſter war er furchtſam und nieber⸗ geſchlagen geſchlichen; jetzt warf er ſeine Blicke frei und kuͤhn umher. Vorher ſcheute er jeden

Begegnenden, jetzt hätte er es gern geſehen,

wenn Alle ihn gekannt, Alle ihn angeredet hät⸗ ten. Auf dem Hinwege glaubte er, Jeder wuͤrde ihn als einen Menſchen, der ein Aergerniß ge⸗ geben, der ohne Ueberlegung gehandelt hatte,

verſpotten, jetzt konnten ihn, ſeiner Ueberzeugung

nach, die Menſchen nur als einen Helden, nur als den beneidenswerthen Freund der ſchoͤnſten und geiſtreichſten Frau der Erde bewundern. Uns entging natuͤrlich die Veraͤnderung nicht, welche mit ihm vorgegangen war. Er ſchied von uns als ein Gebeugter und kam wie⸗ der wie ein Starker, wenigſtens wie ein ſich