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henden Blicken, die ſein Herz genugſam ver⸗ riethen, betrachtete er Herminien, aber zu ſagen wagte er nichts, ſo viel Veranlaſſung ihm auch die reitzende Frau gab. Dieſe ſtille Gluth machte aber der Schoͤnen eben ſo viel Freude, als es ſie auch in Verlegenheit ſetzte. Ein ſchuͤchterner Liebhaber iſt zwar ſehr intereſſant,
allein doch auch zuweilen ſehr unbequem, vor⸗
zuͤglich wenn man wuͤnſcht, daß er ſprechen ſoll, und Mad. Derblay wunſchte dies ſehr.— Da muͤſſen oft weite Umwege gemacht werden, um der Schicklichkeit nichts zu vergeben, und Mad. Derblay mußte ſich jetzt ſchon zu ſolchen Um⸗ wegen S da der Blode immer blode hlieb. „Mein theurer Freund“, iga i e nlich,
„die Liebe zu Ihrer Schweſter hat meine in⸗ nige Theilnahme fuͤr Sie zuerſt geweckt. Dieſe Theilnahme— ich geſtehe es— iſt ſeitdem immer gewachſen. Wie ſollte ſie es auch nicht, da ich Ihre guten Eigenſchaften, Ihre Offen⸗ heit, Ihren Charakter mit jedem Tage mehr ſchaͤtzen mußte!(Noch nie in ſeinem Leben


