Teil eines Werkes 
1. Theil (1824)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

152

Auskommen. Mein Freund und Lehrer Thierry hatte ſich fuͤr mich verwendet; ich durfte auf mein gutes Fortkommen als Arzt rechnen. Noch in der Nacht hatte ich gleichfalls an Paulinens Mutter geſchrieben; mit dem fruͤheſten Morgen eilte ich nun zu Deſodry, um ihm mein Herz auszuſchuͤtten. Sein Project, die Schwe⸗ ſter zu einer Kloſterheiligen zu bilden, war laͤngſt zerſtiebt; mit Thraͤnen ſchloß er mich in ſeine Arme; ſeine Freude, mit mir nun auch noch durch die Bande der Verwandtſchaft verknuͤpft zu werden, war rein und groß; während er mir aber Gluͤck wuͤnſchte, entſchluͤpfte ein tiefer Seuf⸗ zer ſeiner Bruſt, und mit gepreßter Stimme er⸗ offnete er mir, daß er hoffe, mich auch bald zu ſeinem Ehrentage einladen zu konnen. Ich verſtand, was er damit ſagen wollte. Da die Entfernung Falcols dem Anſchein nach ihn nicht von der Idee abgebracht hatte, ſich fuͤr immer der Kirche zu weihen, ſo waren wir ſämmtlich uͤbereingekommen, ihn nicht mehr durch unnutze Vorſtellungen dieſerhalb zu beſtur⸗ men, und wir Alle ſahen daher dem Augenblicke