Teil eines Werkes 
1. Theil (1824)
Entstehung
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daß ſie die tiefſte Verachtung gegen ihn, und zu⸗ gleich das innigſte Mittleid mit Deſodry em⸗ pfand, der ſo ſchwach und ungluͤcklich geweſen war, gewiſſermaßen— Menſchen zu werden.

Es läßt ſich daher denken, in 3 Sim mung ſie ſich befinden mußte, als ſie eines Ta⸗ ges, da ſie ſich eben wieder in den Alleen des königlichen Gartens erging, Deſodry mit Falcol zugleich ſich ihr von weitem nahen ſah

In einiger Entfernung blieb jedoch der Letz⸗ tere zuruͤck, und nur mein Freund kam auf die Dame zu, die ihn guͤtig wie immer empfing, und die ungemeine Verlegenheit, in welcher er ſich heute befand, eben ſo wenig wie des Abbes Nähe zu bemerken ſchien. Erſt als Deſodry ſchuͤchtern und befangen, gleichſam zur Einleitung⸗ einige ſchlecht geſetzte Enſchudigungen herſtam⸗ melte, that ſie, als gewahre ſie den Andern, und ſprach:„Seyn Sie vorſichtig, lieber Freund, ich ſehe dort jenen Abbe von neulich, der uns wahrſcheinlich beſchleichen will.“

„O nein! nein! rief Deſodry jetzt zagend,

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