Teil eines Werkes 
1. Theil (1824)
Entstehung
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wickelt, dann wecken die Betrachtungen der

Schoͤnheiten und Wunder der Natur, den reli⸗ gisſen Sinn; es ahndet den Schöpfer in der Blume und verehrt das ewige Weſen, ohne deſſen Natur noch genauer zu kennen. So leiten Liebe zu ſich ſelbſt, oder Trieb der Selbſterhaltung, Liebe zu ſeines Gleichen, oder Mitgfeuͤhl, und Liebe zu Gott, oder religiöſer Sinn, ſeine erſten Schritte, und wohl dem Menſchen, den dieſe Empfindungen durchs ganze Leben erwaͤrmen! der in der reinen, ſtillen Herzensverehrung des Ewigen, in der Arbeit fuͤr das Wohl Anderer, ſein Gluͤck und ſeine Ruhe findet.— Nur in der Vereinigung dieſer Tugenden bluͤht aber das wahre Gluͤck, nur durch ſie zuſammen, erreichen

wir das wahre Ziel. Die Liebe zu ſich ſelbſt, der

Trieb der Selbſterhaltung, der Trieb nach Er⸗ ringung eigenen Wohlbefindens, iſt naturgemaͤß und gut, wenn er mit den andern Bedingungen vereint iſt; allein ſtehend, iſt er die Quelle von Laſtern. Dann haben wir das Bild des engher⸗ zigen Egoiſten, der ſich ſelbſtſuͤchtig als den Mit⸗ telpunkt betrachtet, alles nur auf ſich bezieht,

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