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beſchattete blos ſein ehrwuͤrdiges weißes Haar den Scheitel, und ein grauer Ueberrock vertrat die Stelle des feierlichen Sammtkleides. Die Ver⸗ wunderung, welche dieſe Coſtuͤmveränderung mir erregte, entging ihm nicht.„Lieber Aubin“, ſagt er mir,„es giebt Gebraͤuche, denen man ſich nicht ſtets entziehen kann, ſo unbequem und ſelbſt lͤcherlich ſie einem ſelbſt erſcheinen moͤgen. Wo es aber geht, mache ich mich auch gern von ihrer Feſſel los. Hier unter meinen Roſen darf ich natuͤrlicher ſeyn, wie in Paris. 14t
Wirklich lebte er auch hier nur der— beſonders der Blumenwelt, und ſein Roſenflor uͤbertraf an Schoͤnheit alles, was 8 bis kn geſehen hatte.
In dieſem Hain von Roſen-— ſ. znne man faſt ſeinen Garten nennen— unterhielt er ſich oft mit ſeinen Schuͤlern, und hier war es auch, wo er eines Tages Folgendes zu uns ſagte: „Glaubt mir, meine Kinder— ſo nannte der ehrwuͤrdige Greis uns gern— die ſchoͤnſte Gabe, welche der Menſch bei ſeiner Geburt empfaͤngt, iſt die moraliſche Freiheit ſeines Weſens. Es iſt


