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Nach dem Eſſen begab ſich Mad. Deſodry in ihr Zimmer, um ihre Toilette zu machen, denn jeden Abend brachte ſie in Geſellſchaft zu, und wie ich ſpäter hoͤrte, lebte ſie nur darum in Me⸗ lun, weil ſie daſelbſt die erſte Rolle ſpielen konnte, was natuͤrlich in Paris nicht der Fall geweſen ſeyn wuͤrde. Ihr Bruder ſollte ſie be⸗ gleiten, ſchlug es aber, zu ihrem großen Mißver⸗ gnuͤgen, mit der Bemerkung ab, daß er ſich be⸗ reits genug in den guten Cirkeln von Meluͤn ge⸗ langweilt habe, und daß er den letzten Abend ſei⸗ ner Anweſenheit vergnuͤgt, d. h. mit uns Kindern zubringen wollte, was denn auch geſchah, indem
wir ſaͤmmtlich, waͤhrend Madame aus war, einen ſolchen Laͤrm im Hauſe verfuͤhrten, daß die Nach⸗ baren glauben mochten, das wuͤthende Heer ſey eingezogen.
Den andern Tag reiſten wir nach Paris zu⸗ ruͤck und weinend, wie von ihrem Bruder, nahm die kleine Pauline von mir Abſchied.


