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Drittes Kapitel.
Frömmelei und Eitelkeit.
Da Zeit, wo wir, Deſodry und ich, das erſte⸗ mal das Abendmahl genießen ſollten, nahte heran. Ich glaudte jetzt um nichts frömmer ſeyn zu dur⸗ fen, wie ſonſt; Gabriel ſchien aber dagegen an⸗ ders zu denken. So wenig er ſich auch bisher als eifriger Schuͤler im Religionsunterricht gezeigt hatte, ſo warm ward er doch auf Einmal fuͤr
die Sache und die Lehren, welche uns unſer Leh⸗
rer vortrug, wurden dem Anſchein nach von ihm
aufs tiefſte beherzigt. Ja, ſein Eifer ging ſo
weit, daß alle die uns aufgelegten Faſten, Gebete
u. dgl. ihm noch nicht zu genuͤgen ſchienen, und
ich kann ſagen, es machte mir ordentlich Kum⸗
mer, daß ich durchaus mich nicht zu einer gleichen 2


