Teil eines Werkes 
1. Theil (1824)
Entstehung
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während der Mahlzeit eingefunden hatte, indem ſie fruͤher in der Meſſe geweſen.

Demoiſelle Veronika Lecoq, eine Schweſter des Tuchhaͤndlers, war lang und mager, ſehr ernſt von Miene und Haltung und ſo eigentlich ein voͤlliger Gegenſatz von der wohlbeleibten, lach⸗ luſtigen und muntern Frau des Hauſes, die gern und viel plauderte, waͤhrend Veronika nur ſelten etwas hoͤren ließ, und wenn ſie ſprach, dies ſtets in einem abgemeſſenen, ſtrengen Tone that.

Noch muß ich einer Perſon gedenken, die gegen das Ende der Mahlzeit ſich einfand. Es war dies der Abbe Falcol, ein Mann von ohn⸗ gefaͤhr dreißig Jahren, von blaſſem, wenig ver⸗ ſprechendem Anſehen, welches jedoch nicht ver⸗ hinderte, daß Demoiſelle Veronika ihn auf's zu⸗ vorkommenſte entgegen nahm. Sie raumte ihm nicht allein ſogleich einen Platz neben ſich ein, ſondern befliß ſich auch, ihm die beſten Biſſen von dem aufgetragenen Deſert vorzulegen, die dann der Abbe auch von ſeinem Beichtkinde denn dies war Veronika dankbar hinnahm und ſie dafüͤr nach aufgebobenem Mahle zur Veſper