zu erziehen. Nie durch mein ganzes Leben habe ich mich niedergelegt oder bin aufgeſtanden, ohne
mein Herz zu Gott zu erheben, und am Schluß
des Tages das, was ich gethan hatte, vor meinem
Gewiſſen zu prfen, und ich kann meinen Leſern
verſichern, 8 ich mich S ſrts wohl
den habe. 40½
In meinem zehnten Jahte verlor ich meinen wuͤrdigen Vater, und kam nun in das Collegium, von Ludwig dem Großen, in welchem meine Mutter ſo gluͤcklich geweſen war, einen Platz fuͤr mich zu erhalten. Da ſie niemand in Paris kannte und doch gern ſehen wollte, wie und wo ich blieb, ſo entſchloß ſie ſich, mich ſelbſt hinzu⸗ bringen, und ſo ſchifften wir uns denn in der Nacht vom 29. Septerber 1768 auf der poſt nach der Hauptſtadt ein.
Wie ſehr mich dieſe Freude der— Reiſe
bemerken. War mir doch alles ſo neu, und fremd und ſchoͤn! Auf dem Vordertheile des Schiffes ſtehend, betrachtete ich mir bei anbrechendem Tage die voruͤbereilenden, lachenden Ufer der
meines Lebens begeiſterte, darf ich wohl kaum
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