Teil eines Werkes 
2. Band (1825)
Entstehung
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fallen; umringt von ſeiner Familie und einer Nachbarſchaft, die ihm ihr ſittliches Wohlbefinden verdankte, uͤberließ er ſich den ſchoͤnſten, beſe⸗ ligendſten Traumen der Menſchenliebe.

In dem Augenblicke als er den ungluͤcklichen Dauvert wiederfand und wieder erkannte, kehrte er von einem Beſuche bei ſeinem Freunde Le⸗ clercq zuruͤck; der Diener, welcher ihn begleitete, und die Huͤlfe aus dem nahen Dorfe herbeiholte⸗ war ſein treuer Joſeph. Anfaͤnglich erkannte Dauvert, wieder zu ſich gekommen, in dem Zu⸗ ſtande von Schwaͤche, in welchem er ſich befand, ſeinen alten Kameraden nicht, und, befallen von wilden Phantaſieen, mit Dod und Lebes ringend, gemartert von Gewiſſensbiſſen, glaubte er ſich noch immer in den Haͤnden der Raͤuber und klagte ſich laut ſelbſt aller der Vergehen an, die er im Laufe ſeines Lebens begangen hatte. Sorgſam pflegten Georg und Vietorine den Ungluͤcklichen; als aber deſſen Beſinnung endlich wiederkehrte, da zogen ſie ſich, zart⸗ fuͤhlend wie immer, von ſeinem Lager zuruͤck, um dem Ungluͤcklichen nicht durch ihren Anblick neue Schmerzen zu bereiten, und wachten nur un⸗ geſehen von ihm, uber ſein Wohl und ſeine Pflege.

So ſah Georg Dauvert nicht eher wieder, als bis dieſer gänzlich hergeſtellt war; dann aber nahte er ſich ihm nur, um ihm die Huͤlfe an⸗ welche deſſen Lage erforderte. Ver⸗