Teil eines Werkes 
2. Band (1825)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Gegen Anbruch des Morgens kam ein Rei⸗ ter, gefolgt von einem Diener, durch den Wald, und erblickte im Gebuͤſch einen leblos da liegen⸗ den Menſchen. Schnell ſprang der Fremde vom Pferde und unterſuchte den Zuſtand des Ungluͤck⸗ lichen, waͤhrend er ſeinen Diener nach dem naͤch⸗ ſten Dorfe ſendet, um Huͤlfe herbeizuholen. Halb nackend hatten die Raͤuber Dauvert liegen laſſen. Der Fremde zog ſeinen Rock und Mantel aus, um ihn damit zu bedecken; er laͤuft zu einem unfernen Bach, holt Waſſer in ſeinem Hute herbei, und ſucht den Verwundeten wieder ins Leben zu bringen. Vergebens! endlich kommen Leute aus dem Dorfe, man legt Daubert auf

eine Trage und bringt ihn in die nur einige hun⸗ dert Schritt von der Landſtraße entlegene Woh⸗ nung des Fremden, der, langſam neben der Trage herſchreitend, das Haupt des Ungluͤckli⸗ chen unterſtützt, und mit emſiger Sorge nach ſeinem matten, verloͤſchenden Puls forſcht. Wer iſt aber dieſer huͤlfreiche Samariter? dieſer theil⸗ nehmende, dieſer großmuͤthige Fremde? Es iſt

Georg, es iſt der verachtete Tropf! Acht Jahre waren es her, daß Georg, be⸗ fallen von einem finſtern Menſchenhaß, Paris