Teil eines Werkes 
2. Band (1825)
Entstehung
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liche Sache. Sie fanden das Geſetz ungerecht, welches aus einer Bevölkerung von dreißig Millionen Menſchen nur an hundert tauſend

das Recht zugeſteht, zu waͤhlen. Ebenfalls ſah man einige Gleichgůͤltigkeit bei manchen Wah⸗ lern ſelbſt, von denen Mehrere, verdrüßlich ge⸗ macht durch ein mißverſtandenes perſonliches Intereſſe, Andere durch die Fehler der Ver⸗ waltung, die Abgebung ihrer Stimmen fur gleich⸗ guͤltig hielten. Die Mehrzahl der Nation, Waͤhler und Richtwahler, Adliche und Buͤrger⸗ liche, Patentirte und Eigenthuͤmer, kleine und große Grundbeſitzer, war jedoch aͤußerſt ge⸗

ſpannt; jeder eifebſuͤchtig darauf, ſein Recht auszuuͤben, vder das Andern zukommende Recht

nach ſeinen Wuͤnſchen ausgeuͤbt zu ſehen, be⸗ muͤhte ſich, ſeine Sache triumphiren zu laſſen. Man wog die Verdienſte, die Talente, den Cha⸗ raeter der Männer ab, die auf die Wahlliſte kamen; man untobſuchte die Sicherheit welche ſie uͤber ihre Meinungen und deren Beſtaͤndig⸗ keit gegeben hatten. Aber am thatigſten waren

die Intrigans, die Ehrgeitzigen von allen Par⸗

cheien, die Charlatans von allen Farben; ſie