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Das Erſtaunen des Doctors war jezt ſo groß, daß er kein Wort mehr hervorbringen konnte; mit ſeiner Frau unter vier Augen machte er aber ſeinem Aerger Luft. Wie ſprach er ſich hier uͤber den albernen Tropf von Reffen aus! wie laut beklagte ſich Madame St. Firmin!„Eine ſo herrliche Partie!“ rief ſie,—„Und jezt, in dem Augenblicke, da die Wahlen nahen!“ ſprach er.—„Mir thut er das, mir! die ich mich ſo darauf freute, mit dieſer veichen Fami⸗ lie in Verbindung zu kommen!“—„Mir, der ich hoffte, daß die Verbindung noch vor der Zu⸗
ſammenberufung der Wöhler vor ſich gehen
wuͤrde!“—„Aber wenn er Mademoiſelle Duͤ⸗ brocard nicht liebt, warum faͤhrt er denn immer noch ſo haufig hin?“—„Wer kann die Auf⸗ fuͤhrung eines ſolchen Originals, wie er iſt, be⸗ greifen!“—„Sie werden ſehen, daß er uns, ehe wir daran denken, mit der Liebſchaft zu einem Maͤdchen ohne Geld, wie die Mademoiſelle Eliſe Berthoud war, uͤberraſcht.“—„Das traue ich ihm wohl zu.“—„Es waͤre abſcheulich!“— „Schaͤndlich waͤre es.“—„Ach der Menſch wird ſeiner Familie noch viele Schmach machen!“


