Teil eines Werkes 
1. Band (1825)
Entstehung
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362 darüber aus, daß er nicht genug den Hofmann gegen den Miniſter ſpiele.Muß man nicht blos fuͤr ſich und die Seinigen, fuhr er fort, die Gunſt einer ſo erhabenen Perſon in An⸗ ſpruch nehmen? Denkſt Du denn gar nicht da⸗ ran, daß der pfiffige Intrigant, der Dauvert, Dich ſehr bald wird in Schatten geſtellt haben? daß Du, indem Du ihm forthilfſt, Dich und uns zuruckbringſt?Ja, ja, erwiederte Georg laͤchelnd,ich ſehe und ich verſtehe. Doch, ſezte er mit einem Tone von Spott, der ihm ſonſt gar nicht eigen war, hinzu:doch erlauben Sie mir, mein lieber Onkel, zu ent⸗ gegnen, daß ich ſchon oft bemerkt habe, daß die, welche mir zu ſchaden ſuchten, mir nuͤtzten. Was beliebt? Was meinſt Du damit? Daß, wenn Dauverts Bewerbungen bei Mademoiſelle Duͤbrocard Eingang finden, ich hoffentlich nicht mehr damit gequaͤlt werde, die Dame zu heirathen.Wie! und das wuͤrde Dich nicht ungluͤcklich machen? O, mein Gott, nein!Und warum nicht? Weil ich ſie nicht liebe, meine Frau aber lieb haben will.