Teil eines Werkes 
1. Band (1825)
Entstehung
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noch ergriffener; er warf ſich ſeine Unbedacht⸗ ſamkeit vor das Maͤdchen hieran erinnert zu haben und um ſie zu zerſtreuen, fragte er ſie nun nach dem Feſte, nach ihren Fortſchritten im Zeichnen, in der Muſik u. ſ. w.; aber ſelbſt immer wieder im Rachdenken verſinkend, ſtockte die Unterhaltung alle Augenblicke und er und Victorine wurden mit jeder Minute verlegener. Dieſen Morgen noch hatte er einem Rathe im Cabinet des Miniſters kuͤhn die Spitze geboten und mit einer Beredſamkeit geſprochen, die den Herzog erſtaunte; wie ging es zu, daß ihm jezt, einem jungen Maͤdchen gegenuͤber, die Worte fehlten?

Ein wenig geſammelter zeigte ihm Vietorine eine Landſchaft, die ſie eben beendigt hatte, und Georg, ſich mit ihr allein ſehend, erlaubte es ſich, dies und jenes daran auszuſetzen; aber nun traten Madame Dubrocard und ihre Loch⸗ ter herein, und um dem Maͤdchen nicht aber⸗ mals Vorwuͤrfe zuzuziehen, aͤnderte er ſchnell den Ton und lobte, was ihm als lobenswerth in der Zeichnung erſchien, ſo daß die beiden