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denn er lebt noch; ich bin gewiß, daß er we⸗ nigſtens, ja ſicher wenigſtens achtzig Jahre zaͤhlt. Auch er hat viel in ſeinem Leben aus⸗ geſtanden.... Er gehoͤrt nicht zu jenen Prie⸗ ſtern, die immer Hel in's Feuer gießen. Waͤh⸗ rend der Zeit der Revolution mußte er ſich bei einem Bekannten aus ſeinem Kirchſpiele verbergen, der zwar ein heißer Patriot war, aber demohngeachtet ſeinem Prediger die Frei⸗ ſtatt nicht verſagte; von hieraus wachte der rechtſchaffene Mann uͤber ſeine Heerde und em⸗ pfahl Allen Friede und Einigkeit. Endlich wurde er wieder in ſeine Stelle eingeſezt und als wir zu ihm kamen, da kann ich wohl ſagen, daß er von Allen, mochten ſie fuͤr oder gegen die Revolution ſeyn, geliebt wurde. Ach wenn Sie wuͤßten, mit welcher Guͤte er uns aufnahm... Ich kann nicht ohne Thraͤnen daran denken..., Noch ſehe ich den ehrwuͤrdigen Greis, wie er die kleine Victorine in ſeine Arme ſchloß. „Gott ſegnet mein Alter!“ rief er aus und druͤckte das Kind an ſich;„er ſendet mir die Tochter meiner Richte...“ Wir lebten einige Jahre ſehr gluͤcklich in ſeinem Hauſe, aber ach!


