Teil eines Werkes 
1. Band (1825)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

333

Blick voll großem Intereſſe nachſah, daß die Dame ein wenig viel Aufhebens von ihrer Wohlthaͤtigkeit mache. Eh' man in den Speiſe⸗ ſaal trat, konnte er ſich nicht enthalten, das Maͤdchen zu bitten, ihm doch ihre Zeichnungen zu zeigen und ehrlich wie immer, verhehlte er ihr, mitten unter dem Lobe, welches er ihrem Lalente zollte, auch nicht ſeinen Tadel uͤber das, worin er glaubte, daß ſie gefehlt hatte.

ueber Tiſche ſprach Herr Duͤbrocard viel von den Reizen des Landlebens und ſeine Frau und ſeine Tochter ſtimmten gelaͤufig mit ein. Zufrieden, ein Thema angeſtimmt zu ſehen, uͤber welches er auch mit ſprechen konnte, pflich⸗ tete Georg, der bisher, kraft ſeiner ubergroßen Schuͤchternheit, nur dann und wann ein Wort gewagt hatte, dieſen Anſichten bei, vergaß aber zu bedenken, daß ſolche Verehrerinnen des Land⸗ lebens, wie Madame und Mademoiſelle Duͤ⸗ brocard, nur ein Landleben darunter verſtehen, welches dem Leben in der Stadt auf ein Haar gleicht. Er ſprach ſich, wie ein heißer Enthu⸗ ſiaſt, fuͤr das Leben auf dem Lande, das heißt, fuͤr ein echtes, wahres Landleben aus.Du